Beratungskonzept


Beratung in der Andreasschule:

 

1. Einleitung

Beratung ist eine wichtige Aufgabe an der Andreasschule. Sie wird von allen Lehrkräften, insbesondere von den Klassenlehrerinnen, durchgeführt. Beraten werden dabei vor allem Eltern und Kinder, aber auch Kolleginnen lassen sich beraten. Die Beratung kann ergänzt werden durch die Schulleitung und/oder Kolleginnen mit besonderen Qualifikationen. Frau Schlüter plant für das kommende Schuljahr die Teilnahme an einer Fortbildung im Bereich LRS. Seit dem Schuljahr 08/09 steht der Andreasschule zudem eine Beratungslehrerin mit einer entsprechenden Zusatzqualifikation zur Verfügung. Frau Peus-Ruße hat diese erworben und steht Kolleginnen in ihrer Beratungstätigkeit unterstützend zur Seite. Auf Wunsch berät sie auch Eltern und Kinder (vgl. Beratungserlass vom 08.12.97).

Unterstützt wurde die Schule von dem Schuljahr 09/10 bis 13/14 durch das Kompetenzzentrum Schule am Steeler Tor. Hierdurch konnte den Eltern ein niedrigschwelliges Angebot mit häuslicher Unterstützung gemacht werden, das nun leider entfällt. Nach wie vor unterstützen uns die Lehrkräfte der Förderschule bei Beratungen. Zudem beobachten und testen sie bei Bedarf im Rahmen der Prävention auch unsere Schüler, bei denen wir Auffälligkeiten im Lernen feststellen.

 

2. Verständnis von Beratung

Die Optimierung von Lernen, Lehren und Zusammenleben in der Schule ist primäres Ziel einer schulischen Beratung. Sie soll den Kindern und Jugendlichen helfen, sich an den kognitiv, sozial und emotional orientierten Lern- und Bildungsangeboten den individuellen Fähigkeiten entsprechend optimal zu beteiligen. Darüber hinaus soll sie Eltern, Erziehern und Lehrkräften Entscheidungshilfen geben zur Bewältigung aktueller Probleme sowie im Rahmen präventiver und fördernder Maßnahmen. Weiterhin dient sie durch gegenseitige Beratung der Kolleginnen auch der Schulentwicklung.

Die Beratung erfolgt grundsätzlich freiwillig. Eine Beratung durch die Beratungslehrerin beispielsweise erfolgt nur, wenn sie einen konkreten Auftrag und die Zustimmung des zu Beratenden hat. Erfolgreiche Beratungsarbeit wird durch die Zusammenarbeit aller Beteiligten erleichtert. Eine Absprache mit der betreffenden Klassenlehrerin ist daher sinnvoll. Gesprächsinhalte und –anfragen werden grundsätzlich vertraulich behandelt.

 

3. Beratung konkret

a. Konzeptübersicht (s. Schaubild)

b. Beratungsanlässe – Wer berät in welchem Fall?

 

Beratungsanlass Ansprechpartnerin
ADS, ADHS

 

Klassenlehrerin, Beratungslehrerin
AOSF

 

Schulleitung, Klassenlehrerin, Beratungslehrerin, Frau Kleinhans
Beratung von Kolleginnen

 

Beratungslehrerin, Schulleitung, Frau Kleinhans
Dyskalkulie Klassenlehrerin, Beratungslehrerin

 

Einschulung

 

Schulleitung, Beratungslehrerin
Erziehungsfragen, z.B. Hausaufgaben, Schulfrühstück, Klassenlehrerin, Beratungslehrerin, Schulleitung
Hochbegabung Schulleitung, Klassenlehrerin

 

Individuelle Förderung Beratungslehrerin, Klassenlehrerin, Fachlehrerin, Frau Kleinhans
Kinderberatung Beratungslehrerin, Klassenlehrerin
Kindeswohlgefährdung Schulleitung, Klassenlehrerin, Beratungslehrerin
Konfliktgespräche zwischen Erwachsenen moderieren Beratungslehrerin, Schulleitung
Konfliktgespräche zwischen Kindern moderieren Beratungslehrerin, alle Kolleginnen
Lern- und Entwicklungsstörungen Klassenlehrerin, Beratungslehrerin
LRS Klassenlehrerin, Beratungslehrerin, Frau Schlüter
Minderbegabung Schulleitung, Klassenlehrerin, Beratungslehrerin, Frau Kleinhans
Schullaufbahn (Rücktritt, Vortritt, Übergänge) Schulleitung, Klassenlehrerin, evtl. Fachlehrerin, Beratungslehrerin
Streitschlichtung für Kinder Beratungslehrerin, alle Kolleginnen
Übergänge weiterführende Schule Klassenlehrerin, evtl. Fachlehrerin, Beratungslehrerin, Schulleitung
Verzögerungen bei den basalen Fähigkeiten

 

Klassenlehrerin, Beratungslehrerin

 

c. Beratungsmethoden

Folgende Angebote können durch die Beratungslehrerin an unserer Schule zur Zeit gemacht werden:

–       Prozessbegleitung, im Sinne einer Einzelfallhilfe

–       Gesprächsmediation, Begleitung bei Konfliktgesprächen

–       Beratung bei Schwierigkeiten mit Schülern/Schülerinnen

o   Beratung durch mich

o   Vermittlung außerschulischer Hilfen und Ansprechpartner

 

d. Rahmenbedingungen – Termine, Dauer, Räumlichkeiten

Beratung soll möglichst effektiv sein, weswegen sie eine gute Vorbereitung benötigt. Zwischen Tür und Angel kann gute Beratung nicht stattfinden, denn sie benötigt ebenso Zeit wie Ruhe. Da viele ratsuchende Eltern berufstätig sind, ist es in der Regel schwierig, eine Beratung zu einer bestimmten, im Stundenplan ausgewiesenen Stunde anzunehmen. Aus diesem Grunde werden in der Regel flexibel Termine mit den Kolleginnen vereinbart. Diese liegen allerdings zumeist im Vormittagsbereich.

Der Elternsprechtag, der zweimal im Jahr stattfindet, bietet Eltern regelmäßig Vormittags- und Nachmittagstermine an. Allerdings ist eine Beratung wegen der Fülle an Gesprächen hier zeitlich kaum zu realisieren. An diesen Tagen geht es überwiegend um informierende Gespräche zwischen Eltern und Lehrerin.

Um einen Termin mit der Beratungslehrerin zu vereinbaren, können Eltern ihr Anliegen auf einem Anfragebogen, der an der Beratungs-Wand aushängt, kurz darstellen und diesen dann im Lehrerzimmer bei einer beliebigen Kollegin abgeben. Gerne kann dieser auch formlos und in einem verschlossenen Briefumschlag abgegeben werden. Im Lehrerzimmer ist eine Ablage für die Beratungslehrerin vorhanden, in die die Anfrage hineingelegt wird. Die Beratungslehrerin meldet sich, sobald sie das Anliegen erhält, telefonisch bei dem/der/den Ratsuchenden für ein kurzes Vorgespräch, das der Vorbereitung dient, und um einen Termin zu vereinbaren. Das Beratungsgespräch findet in der Regel im Elternsprechzimmer der Andreasschule statt. Das Zimmer wird zu Schuljahresbeginn in der ehemaligen Hausmeisterwohnung neu eingerichtet. Hier kann das Gespräch in Ruhe und in einer angenehmen Atmosphäre geführt werden. An der Tür wird ein Belegungsplan aufgehängt, auf dem man sich eintragen kann.

Beratung findet außerdem in den Klassenräumen, dem Büro der Schulleitung sowie im Lehrerzimmer statt.

Beratung benötigt je nach Anliegen zwischen 30 und 60 Minuten. Manchmal ist es auch sinnvoll, einen weiteren Termin zu vereinbaren.

Die Kindersprechstunde findet einmal wöchentlich, freitags während der ersten Hof- und Frühstückspause auf dem Pausenhof/in Raum 18 statt. Die Beratungslehrerin geht zur Kontaktaufnahme von Zeit zu Zeit auch mit in die Pause.

 

e. Weitere Beratungstätigkeiten

Frau Peus-Ruße besucht die Stadtteilkonferenzen und informiert das Kollegium über Neues und Wissenswertes.

Sie entwickelt und evaluiert mit dem Kollegium gemeinsam das Beratungskonzept und verschriftlicht dieses. Die Beratungslehrerin pflegt den Beratungsordner zur Informationsweitergabe an die Kolleginnen und sorgt ebenso für die Weitergabe von Informationen an Eltern durch die Beratungswand. Auf einer dazugehörigen Fensterbank werden durch sie aktuelle Angebote ausgelegt. Auch ein Ordner mit Vordrucken steht den Kolleginnen hilfreich zur Seite und wird von der Schulleitung und der Beratungslehrerin auf dem neuesten Stand gehalten. Außerdem organisiert Frau Peus-Ruße bei Bedarf Elternabende, auf denen klassenübergreifend besondere pädagogische Themen unter Einbeziehung fachkompetenter Referenten behandelt werden.

Sie betreut ab dem kommenden Schuljahr eine Streitschlichter-AG, durch die die Kinder zu Mediatoren ausgebildet werden. Diese AG hat an der Schule bereits eine lange Tradition und wurde bisher von einer speziell ausgebildeten Kollegin betreut, die inzwischen nicht mehr an der Schule ist.

Alle Kolleginnen bieten zweimal jährlich Elternabende an, auf denen auch beratungsrelevante Themen angesprochen und die Begleitung der Kinder in ihrem Schulalltag besprochen wird.